RHEINGAU

Neben dem Mosel-Riesling ist zweifellos der Rheingauer Riesling Deutschlands international bekanntester Wein. Dabei übersieht man oft, wie wenig es von ihm gibt. Mit 3.100 Hektar Rebfläche liegt der Rheingau nur im Mittelfeld der deutschen Anbaugebiete. Dafür setzen die Rheingauer ganz und gar auf Qualitätssorten: Nahezu 80 Prozent der Weinberge sind …

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750 ml SCHWARZROT ZWEIGELT
Rotwein

95
PUNKTE
SCHWARZROT ZWEIGELT

Über die Region

Der Rheingau: Deutschlands Wiege von Riesling und Spätburgunder

Der Rheingau, entlang des nördlichen Rheinufers in Hessen gelegen, ist eine traditionsreiche Weinregion, die für ihre herausragenden Rieslinge und Spätburgunder bekannt ist. Trotz seiner überschaubaren Größe von etwa 3.200 Hektar nimmt der Rheingau eine bedeutende Stellung in der Weingeschichte ein, sowohl durch seine historischen Beiträge als auch durch den charakteristischen Stil seiner Weine.

Eine einzigartige geografische Lage

Die besondere Topografie des Rheingaus entsteht durch eine natürliche Biegung des Rheins, der zwischen Wiesbaden und Rüdesheim für etwa 30 Kilometer westwärts fließt, bevor er seine nordwärtige Richtung wieder aufnimmt. Diese Abweichung schafft südlich ausgerichtete Hänge, die optimale Sonneneinstrahlung für die Reifung der Trauben bieten. Die Taunusberge im Norden schützen vor kalten Winden und fördern ein gemäßigtes Mikroklima, das den Weinbau begünstigt.

Riesling: Die emblematische Rebsorte

Riesling dominiert die Weinberge des Rheingaus und macht fast 80 % der Anbaufläche aus. Die vielfältigen Böden—von Löss und Ton bis hin zu Schiefer und Quarzit—verleihen den Weinen ein breites Aromenspektrum. Rheingauer Rieslinge sind bekannt für ihre lebendige Säure, mineralischen Noten und aromatische Komplexität. Bemerkenswert ist, dass das Konzept der Spätlese hier 1775 im Schloss Johannisberg entstand, was einen Wendepunkt in der Wertschätzung edelfauler Weine markierte.

Karte – Rheingau

Region im Detail

Neben dem Mosel-Riesling ist zweifellos der Rheingauer Riesling Deutschlands international bekanntester Wein. Dabei übersieht man oft, wie wenig es von ihm gibt. Mit 3.100 Hektar Rebfläche liegt der Rheingau nur im Mittelfeld der deutschen Anbaugebiete. Dafür setzen die Rheingauer ganz und gar auf Qualitätssorten: Nahezu 80 Prozent der Weinberge sind mit Riesling bestockt, 12 Prozent mit Spätburgunder – letztere Sorte vor allem in der traditionellen Rotwein-Hochburg Assmannshausen mit ihren Schieferböden. Auch beim Riesling haben die Böden auf Phyllitschiefer den besten Ruf: Man findet diese in Lorch und am Rüdesheimer Berg, aber auch im Steinberg, in Rauenthal und im berühmten Kiedricher Gräfenberg. Die besten Weine aus solchen Weinbergen verbinden die typische Stahligkeit des Rheingau-Rieslings mit mineralischem Schliff. Eine Kuriosität bilden die Weinberge in Hochheim und Umgebung, die gar nicht am Rhein liegen, sondern am Main. Dennoch zählen sie weingeografisch zum Rheingau.

Der Rheingau: Deutschlands Wiege von Riesling und Spätburgunder

Der Rheingau, entlang des nördlichen Rheinufers in Hessen gelegen, ist eine traditionsreiche Weinregion, die für ihre herausragenden Rieslinge und Spätburgunder bekannt ist. Trotz seiner überschaubaren Größe von etwa 3.200 Hektar nimmt der Rheingau eine bedeutende Stellung in der Weingeschichte ein, sowohl durch seine historischen Beiträge als auch durch den charakteristischen Stil seiner Weine.

Eine einzigartige geografische Lage

Die besondere Topografie des Rheingaus entsteht durch eine natürliche Biegung des Rheins, der zwischen Wiesbaden und Rüdesheim für etwa 30 Kilometer westwärts fließt, bevor er seine nordwärtige Richtung wieder aufnimmt. Diese Abweichung schafft südlich ausgerichtete Hänge, die optimale Sonneneinstrahlung für die Reifung der Trauben bieten. Die Taunusberge im Norden schützen vor kalten Winden und fördern ein gemäßigtes Mikroklima, das den Weinbau begünstigt.

Riesling: Die emblematische Rebsorte

Riesling dominiert die Weinberge des Rheingaus und macht fast 80 % der Anbaufläche aus. Die vielfältigen Böden—von Löss und Ton bis hin zu Schiefer und Quarzit—verleihen den Weinen ein breites Aromenspektrum. Rheingauer Rieslinge sind bekannt für ihre lebendige Säure, mineralischen Noten und aromatische Komplexität. Bemerkenswert ist, dass das Konzept der Spätlese hier 1775 im Schloss Johannisberg entstand, was einen Wendepunkt in der Wertschätzung edelfauler Weine markierte.

Spätburgunder: Eine Rotweintradition

Neben dem Riesling verfügt der Rheingau auch über eine reiche Spätburgunder-Tradition, insbesondere in Assmannshausen. Dort erzeugen steile, schieferreiche Weinberge elegante Pinot Noirs mit seidiger Textur und feinen roten Fruchtaromen. Diese Weine unterstreichen die Vielseitigkeit der Region und ihr Engagement für Qualität über verschiedene Rebsorten hinweg.

Historische und kulturelle Bedeutung

Die weinbauliche Geschichte des Rheingaus ist eng mit seiner klösterlichen Vergangenheit verbunden. Klöster wie Kloster Eberbach spielten eine entscheidende Rolle bei der Weiterentwicklung der Weinbereitungstechniken und der Erhaltung von Weinbergslagen. Heute produzieren diese historischen Güter weiterhin angesehene Weine und dienen als kulturelle Wahrzeichen, die Besucher aus aller Welt anziehen.

Zeitgenössische Exzellenz

Moderne Winzer im Rheingau pflegen das Erbe der Region durch sorgfältige Weinbergsbewirtschaftung und innovative Praktiken. Institutionen wie die Hochschule Geisenheim tragen durch Forschung und Ausbildung in Weinbau und Önologie dazu bei, dass der Rheingau weiterhin an der Spitze der Weinexzellenz steht.

Rheingau – Weinregion | Platzhirsch Café